Informationen zur Aromatherapie

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Ätherische Öle in der Aromatherapie

 

Viele ätherische Öle duften wunderbar und werden heute meist nur noch zum Vergnügen gebraucht. Eine wohlriechende Umgebung trägt viel zu unserem Wohlbefinden bei. Wie wichtig für uns Wohlgerüche sind, stellen wir oft erst fest, wenn wir uns in einer Umgebung mit üblen Gerüchen befinden, wie etwa einer verdreckten öffentlichen Toilette, die man so schnell wie möglich wieder verlassen möchte. Evolutionär betrachtet lassen bestimmte Gerüche unsere inneren Alarmglocken schellen, wie  der Geruch von Fäkalien oder verwesendem Fleisch. Dies ist ein uralter Schutzmechanismus des Körpers vor Krankheiten, die durch unhygienische Verhältnisse entstehen und sich auch dadurch ausbreiten können. Im Gegensatz dazu empfinden wir Düfte als angenehm, wobei es absolut subjektiv ist, Wer welchen Duft mag. Das hängt damit zusammen, daß der Geruchssinn der einzige unserer Sinne ist, der ohne weitere Verschaltungen direkt in unser Gehirn geleitet wird. Genauer gesagt ins limbische System, das eine Schaltzentrale für Gefühle, Emotionen und Erinnerungen darstellt. Aber auch vegetative Steuerungen und Hormonausschüttungen werden dort ausgelöst. Der Geruch nach Vanille ist zum Beispiel von vielen äusserst positiv besetzt, weil er in ihnen schöne Kindheitserinnerungen wachruft, wohingegen Thymol und Kampher, wurde früher in Medizinalraumsprays verwendet, häufig mit Krankenhausaufenthalten assoziiert wird. Jeder hat wahrscheinlich einen  Duft, der bestimmte Erinnerungen oder Situationen in Sekundenbruchteilen wieder so lebhaft ins Gedächtnis rufen kann, als ob es gerade erst passiert wäre. Diese Eigenschaften werden in der Aromatherapie genutzt um emotionales Wohlbefinden hervorzurufen.

 

Was sind ätherische Öle?

 

 Chemisch betrachtet sind ätherische Öle flüchtige, stark duftende Vielstoffgemische von ölartiger Konsistenz, die aus den Bestandteilen einer Pflanze durch physikalische Prozesse gewonnen werden.

 

Naturreine Ätherische Öle werden meistens durch Wasserdampfdestillation, Pressung oder Extraktion mit Lösungsmitteln gewonnen. Die Pflanze produziert die in ätherischen Ölen enthaltenen Substanzen, um sich gegen schädliche Mikroorganismen, wie Bakterien und Pilze zu verteidigen, Insekten zur Bestäubung anzulocken, oder um mit Artgenossen zu kommunizieren.

 

Wie wirken ätherische Öle?

 

In der Aromatherapie werden ätherische Öle zu gezielten therapeutischen Zwecken eingesetzt. Dazu gehören Bäder, Massagen Inhalation, Raumbeduftung und die Einnahme. Die Inhaltsstoffe  gelangen über die Lungen oder die Haut in den Blutkreislauf und werden mit dem Blut zu ihrem Wirkort transportiert. Die bereits erwähnte Verbindung zwischen Düften und psychischen Prozessen wird als Aromachologie bezeichnet. Fast allen ätherischen Ölen ist ein antiseptisches Prinzip gemein, welches heutzutage Inhalt intensiver Forschung darstellt. So konnte gezeigt werden, dass Melissenöl Inhaltsstoffe besitzt, die das Andocken von Viren auf der Zelloberfläche verhindern können. Antimkrobiell, antiviral und antioxidativ. Majoran wird zum Haltbarmachen von Wurstwaren verwendet. Für Hopfen wurde eine entzündungshemmende Wirkung gezeigt. Kamillenpräparate wirken nachgewiesen antiphlogistisch, antioxidativ, spasmolytisch, antibakteriell und antifungal.

Der volksmedizinischen Gebrauch der Kräuter beruht auf Erfahrungswerten, die sich innerhalb von Jahrhunderten herauskristallisiert haben und sich bis Heute bewährt haben. In fast jedem Haushalt wird man Pfefferminz oder Kamillentee finden, der bei Magenbeschwerden oder Erkältungskrankheiten wahre Wunder wirken kann. Sind Kinder im Haus wird man auch eine Anis-, Fenchel-, Kümmel- Mischung finden können, die die Choliken der Kleinen erleichtert, indem sie die Krämpfe mindert und blähungstreibend wirkt.

 

Wie verwendet man ätherische Öle?

Bäder, Massagen Inhalation, Raumbeduftung und die Einnahme

 

Sicherheitsinformation zum Umgang mit ätherischen Ölen

 

-         Niemals unverdünnt anwenden und besondere Vorsicht bei anschliessendem  Kontakt mit Schleimhäuten (z.B. den Augen) walten lassen.

-         Nicht innerlich einnehmen ohne Anweisung eines Arztes oder Heilpraktikers.

-         Manche Öle können Allergien verursachen, daher 24 bzw. 48 Stunden vorher einen Allergietest in der Ellenbeuge durchführen

-         Besonders vorsichtig sollten Schwangere und an Epilepsie leidende Menschen sein. Manche Öle können abortiv wirken, oder Anfälle auslösen.

-         Kinder dürfen niemals ohne die Aufsicht Erwachsener mit ätherischen Ölen in Kontakt kommen. Kinder vertragen keine starken ätherische Öle (v.a. Eukalyptus, Minze Niauli)

-         Nicht alle ätherischen Öle sind für den Gebrauch in der Aromatherapie geeignet, bzw. sogar toxisch: z.B. Wermut, Poleiminze, Zwiebel, Kampfer, Meerrettich, Weinraute, Immergrün, Bittermandel, Sassafras.

-         Ätherische Öle sind brennbar. Bitte von Feuerquellen fernhalten.

-         Weniger ist mehr. Die Physiologische Konzentration beträgt bei Erwachsenen 0,5%-1%. Das bedeutet insgesamt 10-20 Tropfen(ca. 0,5-1ml) auf 100ml Basisöl bzw. Trägersubstanz.